Marten McFly - Raptus Finalis

 

Beethoven ist tot. Beethoven lebt.

Stellen wir uns vor, Ludwig van Beethoven hätte neben seinen zahlreichen musikalischen Revolutionen auch das wütend gesprochene Wort - die Rapmusik - erfunden. Was hätte er erzählt, wenn er die Möglichkeit gehabt hätte, anstelle von wutentbrannten Briefen und Tagebucheinträgen, seine Gedanken zu HipHop Beats aufzunehmen?

Der Berliner Rapper Marten McFly hat dieses Gedankenexperiment im Beethovenjahr 2020 durchgespielt. Er hat eine gesamte Rap-Platte aus der Sicht von Ludwig van Beethoven kreiert. Praktisch sieht das so aus:
In Marten McFlys Versuchsaufbau geht Beethoven gestärkt aus seinem letzten Kur-Aufenthalt 1826 hervor (In einem Intro erzählt von Lemur / Herr von Grau). Anstatt durch eine Lungenentzündung innerhalb von drei Monaten dahinzuraffen, bekommt er einen neuen Geistesblitz und arbeitet fieberhaft an seiner 10. Sinfonie. Beethoven wagt eine drastische musikalische Neuerung, denn er merkt: das einzige was noch bleibt, um das Musikuniversum zu erweitern, ist das wütend gesprochene Wort.Marten McFly ist nicht nur Rapper sondern auch studierter Historiker. Er hat sich durch Beethovens Briefe, Tagebucheinträge und Konversationshefte gearbeitet. So konnte er eine wilde Rap-Kollage aus Originalzitaten schaffen, in der Ludwig v. B. liebevoll bis zornig auf sein Leben zurückblickt.

Der Sound entspricht 2020 HipHop-Produktionen – aber alle Instrumentale basieren auf Beethovens Kompositionen.

 

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